Die Unterschweinstiege kann mittlerweile auf 230 lange Jahre Tradition und Geschichte zurückblicken. Natürlich hat sich in dieser Zeit vieles ereignet und unser Restaurant kann auf so manche Höhen und Tiefen zurückblicken, welche es zu dem machen, was es heute ist. Darauf sind wir stolz und daher freuen wir uns besonders, dass Sie sich für seine Historie interessieren. Begleiten Sie uns auf eine kleine Zeitreise von heute bis zu den Anfängen der Unterschweinstiege!

2017

Bis heute hat die Unterschweinstiege nichts von ihrem rustikalen Charme verloren. Verwinkelte Sitzecken mit Holztischen, liebevolle Schnitzereien und Malereien, sowie eine sorgfältig ausgewählte Dekoration sorgen für eine urige Atmosphäre, in der man gerne verweilt.

Mit Stolz greifen wir nach wie vor die Geschichte des Hauses als Stallgebäude auf. Das Wildschwein und die Nähe zum Stadtwald sind als Leitmotiv im ganzen Restaurant, sowie im benachbarten Steigenberger Airport Hotel zu finden. Auch der Kinderbereich der Unterschweinstiege steht ganz im Zeichen des Borstentiers: Hier ist Willi Wildschwein der Gastgeber für die Kleinen.

1969

Nachdem die Steigenberger Hotelgesellschaft bereits Grund und Boden der Unterschweinstiege erworben hatte, eröffnet am 9. Mai unter Direktor Walter Mankel das Steigenberger Airport Hotel. Gleichzeitig wird das in den Komplex einbezogene und gründlich restaurierte Stallgebäude als Waldrestaurant eröffnet. Bedauerlicherweise konnte nur ein einziger Balken des alten Gebäudes erhalten werden. Um die ursprüngliche Atmosphäre dennoch auf authentische Weise wiederherzustellen, wurden Ersatzteile wie Türen und Tröge aus Bayern beschafft.

1949

Die Unterschweinstiege hat einen neuen Pächter: Leonard Hürth von der Gaststätte Goldsteinpark. Zunächst auf eigene Kosten baut er das im Krieg zerstörte Gebäude wieder auf und macht es erneut zu einem beliebten Ziel für Touristen und Ausflügler. Angrenzend errichtet er das „Waldhotel Unterschweinstiege“.

1936

In diesem Jahr eröffnet der Flug- und Luftschiffhafen Rhein-Main.

1925 – 1927

Der Wirtschaftsbetrieb auf der Unterschweinstiege wird an die Eheleute Georg und Therese Krumm verpachtet. Nach Eröffnung offenbaren sich jedoch erhebliche Mängel und Unzulänglichkeiten, welche es unmöglich machen, den Pachtzins von 3.000 Mark herauszuwirtschaften. Das Wirtschaftsamt der Stadt schlägt daraufhin vor, einen Schankraum für 150 Personen in dem an die Wirtschaftsräume angrenzenden Teil des Schafstalles einzurichten. 1927 wird der Umbau bewilligt.

1868 – 1889 – 1899

Drei wichtige Jahre für die Unterschweinstiege als Tourismusziel: 1868 wird ein neuer Fußweg durch den Wald angelegt. 1889 eröffnet die Waldbahn von Sachsenhausen nach Schwanheim, mit Halt in der Unterschweinstiegschneise – ein weiterer Meilenstein, der die Unterschweinstiege für Besucher leichter erreichbar macht. Mit Erfolg: Am 8. März 1899 heißt es in einem Schreiben der Forstabteilung der Stadtkämmerei an den Magistrat: „Einer der beliebtesten Ausflugspunkte des Stadtwaldes ist die Unterschweinstiege.“

Garten

1789

Zahlreiche Reparaturen bei beiden Schweinstiegen: Brunnenpumpen, Tore, Türen und Läden werden erneuert. In diesem Jahr befinden sich 677 Schweine zur Mast in der Unterschweinstiege.

1781

Die Erbauung einer festen Schweinstiege im Unterwald wird beschlossen und im selben Jahr fertiggestellt.

Geschichte-Header

1729

Die Stadt Frankfurt stellt einen „Reitenden Oberförster“ ein: Baur von Eysseneck aus Eppstein. Für ihn wird das Oberforsthaus errichtet. Erstmals ist in diesem Jahr die Rede von einem „Saustieg“ als Ausflugsziel. Leider ist nicht überliefert, ob es sich dabei um die Ober- oder Unterschweinstiege handelt.

1481

438 Schweine von Bauern aus den Frankfurter Dörfern und aus den im Umkreis des Stadtwalds gelegenen Gemeinden befinden sich zur Mast im Stadtwald. Hier fressen sie sich neun Wochen lang satt, bevor die Schlachtung stattfindet. Die Zahl der im Wald befindlichen Schweine richtet sich nach der Verfügbarkeit von Eicheln und Bucheckern, welche von Forstgehilfen – den sogenannten „Steigern“ – geschätzt wird. Während der Nacht sind die Tiere in Pferchen untergebracht, die auf Mittelhochdeutsch als „stîge“ oder „stîc“ bezeichnet werden. Hieraus entwickelt sich im Laufe der Zeit das Wort „Steige“ – die Bezeichnung „Stiege“ gilt damals noch als geziert.

1398

Der Grundstein für die Geschichte der Unterschweinstiege wird gelegt, als die Stadt Frankfurt 6.840 Körbe Eichelsamen zur Aussaat erwirbt. Es heißt, dass dadurch der früheste systematische Anbau von Laubholz in Mitteleuropa eingeleitet worden sein soll. Als Folge gewann der Frankfurter Stadtwald – neben seiner Verwendung als Bau- und Brennholzlieferant – als Viehweide an Bedeutung.

1400